TriPart-Logistic – mit vereinten Kräften schnell ans Ziel

Juni 2020

TriPart

"Wenn man so will, sind die Sparkasse KölnBonn und ich dafür verantwortlich, dass im Saarland jeder Bürger kostenlos mindestens eine Corona-Schutzmaske bekommen hat", sagt Andreas Krause. Der Inhaber des Logistikspezialisten TriPart-Logistic kann heute lächeln bei diesem Satz. Doch als es darum ging, den Auftrag dafür zu einem guten Ende zu bringen, war ihm alles andere als zum Lachen zumute. Bis zum Schluss stand die Sache Spitz auf Knopf und damit kurzfristig sogar die Existenz seines Unternehmens auf dem Spiel. Doch der Reihe nach: Mitte März erhielt der Unternehmer einen Anruf aus der saarländischen Staatskanzlei. "Ob ich zügig rund fünf Millionen hochwertige Schutzmasken besorgen könne, wurde ich gefragt", erzählt Krause.

Hintergrund war, dass der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans jedem Saarländer möglichst fünf Masken kostenlos zur Verfügung stellen wollte. Kein einfacher Auftrag, denn zu diesem Zeitpunkt waren Schutzmasken äußerst knapp und weltweit gesucht. Mit seinem auf die Gesundheitsbranche spezialisierten Dienstleistungsunternehmen ist Krause jedoch gut vernetzt. Zusammen mit einem Dutzend Sub-Unternehmen, die über ganz Deutschland verteilt sind, transportiert TriPart-Logistic bundesweit medizinische Hilfsmittel wie zum Beispiel Krankenbetten, Rollstühle und Einweg-Pflegematerialien in Krankenhäuser oder auch zu den Patienten nach Hause. Krauses rund 30 eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen die Sachen auf, nehmen sie in Betrieb und führen, falls notwendig, eine Einweisung für Pflegepersonal und Patienten durch. Umgekehrt holen sie gebrauchte Materialien wie etwa Gehhilfen wieder ab, damit sie aufbereitet und eingelagert werden können.

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Zusammen mit einem Dutzend Sub-Unternehmen, die über ganz Deutschland verteilt sind, transportiert TriPart-Logistic bundesweit medizinische Hilfsmittel. 

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Fünf Millionen Schutzmasken sollten während der Coronakrise ins Saarland transportiert werden.

Andreas Krause ist Inhaber von TriPart-Logistic.

"Wegen der Abstandsregeln und der strengen Hygienemaßnahmen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist dieses Geschäft in der Corona-Pandemie relativ schnell eingebrochen", so der TriPart-Chef. „Unsere Fahrer haben wir zwar umgehend mit Schutzkleidung und Desinfektionsmaterialien eingedeckt und mit den Abnehmern Übergabeprozesse vereinbart. Aber dennoch kam es immer wieder zu skurrilen Situation, wenn etwa meine Männer mit dringend benötigtem Sauerstoff vor den Türen der Kliniken standen und nicht reingelassen wurden." In dieser Situation kam der Auftrag aus dem Saarland wie gerufen. Krause hatte schnell einen ausländischen Partner an der Hand, der liefern konnte. "Vertragsbedingung war allerdings, dass die bestellte Ware taggleich bezahlt werden müsse, ehe ich sie beim Händler übernehmen konnte", so Krause.

"Wir haben überlegt, wie wir als Hausbank Unterstützung anbieten können, damit das Geschäft zustande kommt."

Maximilian Blusch, Firmenkundenberater der Sparkasse KölnBonn

Für den Unternehmer hieß das: Er musste darauf setzen, dass sein Auftraggeber die Rechnung zuerst bezahlt und das Geld dann unmittelbar an seinen Lieferanten weiterleiten, ehe er den Transport starten konnte. "Die verspätete Überweisung seines Abnehmers führte jedoch dazu, dass unser Kunde seinen Lieferanten an diesem Freitagnachmittag nicht mehr bezahlen konnte", erläutert Maximilian Blusch, Firmenkundenberater der Sparkasse KölnBonn. "Und dieser wollte den bereits mit den Masken beladenen LKW daraufhin nicht vom Hof lassen."

Krause stand zeitlich also unter Druck. Er drohte den Liefertermin zu verpassen und damit den Auftrag zu verlieren, wenn das Geld erst nach dem Wochenende beim Händler war. "Wir haben überlegt, wie wir als Hausbank Unterstützung anbieten können, damit das Geschäft zustande kommt", berichtet Blusch. Die Lösung war, dass wir als Sparkasse nach mehreren vertrauensvollen Telefonaten gegen 21 Uhr eine schriftliche Bestätigung der Zahlung an den Lieferanten geschickt haben. Der war dann bereit, den LKW fahren zu lassen und die wichtigen Masken konnten Ihre Reise antreten. Das Go kam gerade noch rechtzeitig, um den eng gesteckten Liefertermin zu schaffen. "Anderenfalls wäre der Deal wohl geplatzt und wir hätten wie die Dummen dagestanden", fürchtet Krause.

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