IPN – Auch in der Krise in Bewegung bleiben

IPN

Lange Zeit wähnte sich Elmar Trunz-Carlisi mit seinem Unternehmen auf der Erfolgsspur – bis die Corona-Pandemie kam. Der Geschäftsführer des IPN Institut für Prävention und Nachsorge Gesellschaft für Gesundheitssport und Sporttherapie mbH ist seit mehr als 25 Jahren auf die betriebliche Gesundheitsförderung spezialisiert. „Das ist ein absoluter Wachstumsmarkt“, weiß der Unternehmer, „nicht nur, weil der Gesetzgeber in dieser Sache Druck auf die Unternehmen gemacht hat, sondern auch, weil die Firmen in Zeiten von Fachkräftemangel selbst ein immer größeres Interesse daran haben, krankheitsbedingte Ausfallzeiten in ihrer Belegschaft gering zu halten.“

In Kooperation mit den deutschen Krankenkassen fährt sein IPN-Team, das aus insgesamt 24 festangestellten und weiteren freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht, direkt in die Betriebe, um zu beraten, mit eigenen Maschinen Gesundheit zu testen und Präventionsmaßnahmen zu gestalten. „Bewegung, Entspannung, Ernährung und nicht zuletzt die Stärkung des Immunsystems sind die Themen, um die sich im persönlichen Gespräch alles dreht“, beschreibt Trunz-Carlisi sein Konzept. Mit dem Kontaktverbot durch die Corona-Pandemie ist dieses Präsenzgeschäft über Nacht komplett weggefallen. 

"Das hat uns zur absolut falschen Zeit getroffen. Denn wegen der hohen Nachfrage im Markt haben wir zu Anfang des Jahres investiert und weitere Mitarbeitende eingestellt."

– Elmar Trunz-Carlisi, Geschäftsführer und Inhaber der IPN GmbH

Der IPN-Geschäftsführer entschließt sich, aus der Not eine Tugend zu machen: "Wir haben uns entschieden, offensiv zu agieren und daher keine Mitarbeiter entlassen und nur wenige in Kurzarbeit geschickt. Im Gegenteil sind noch zwei weitere Spezialisten gewonnen worden, mit denen wir unsere Online-Angebote, die wir bislang nur flankierend eingesetzt hatten, mit voller Kraft weiterentwickelt haben."

Innerhalb von vier Wochen hat es die IPN-Mannschaft geschafft, einen Großteil ihres Gesundheits- und Präventionsangebotes online zu schalten. Seitdem können ihre Kundinnen und Kunden online einen Termin buchen. Die Gesundheitsexpertinnen und -experten beraten per Videokonferenz und demonstrieren vor der Kamera Übungen. "Auf diese Weise ist weiterhin eine individuelle Beratung auch ohne direkten Kontakt möglich", freut sich Trunz-Carlisi, der mit seinen Online-Angeboten auf Anhieb Erfolg hat.

"Vor Corona war es unser Ziel, diese Angebote als Ergänzung an unser Präsenzangebot anzudocken. Jetzt wollen wir beide Standbeine systematisch miteinander verbinden"

Elmar Trunz-Carlisi, Geschäftsführer und Inhaber der IPN GmbH

Ein wesentlicher Vorteil dabei war, dass IPN nicht bei null angefangen, sondern die Digitalisierung des Angebotes zuvor bereits über eine eigene IT-Abteilung begonnen hatte. "Vor Corona war es unser Ziel, diese Angebote als Ergänzung an unser Präsenzangebot anzudocken. Jetzt wollen wir beide Standbeine systematisch miteinander verbinden", so der IPN-Chef. Um in Hochgeschwindigkeit die neuen digitalen Services zu entwickeln, brauchte das Unternehmen finanzielle Ressourcen.

"Beim Antrag hat geholfen, dass wir IPN bereits seit der Gründung vor 27 Jahren als Firmenkunden begleiten."

Toni Rühl, Firmenkundenberater IPN bei der Sparkasse KölnBonn

Bis zur Pandemie besaß Trunz-Carlisi den Luxus, sein Wachstum stets aus eigener Kraft finanzieren zu können. "Doch weil das Kerngeschäft durch Corona stark zurückgegangen war, mussten wir eine andere Lösung finden", sagt Toni Rühl, sein Firmenkundenberater bei der Sparkasse KölnBonn. Zusammen mit Trunz-Carlisi arbeitete er an einem hohen Investitionskredit, den IPN zinsgünstig von der KfW bekam. „Beim Antrag hat geholfen, dass wir IPN bereits seit der Gründung vor 27 Jahren als Firmenkunden begleiten“, so Rühl. "Wir haben nicht viel Erfahrung mit Krediten", ergänzt Trunz-Carlisi, "aber der zügige Prozess, die Auszahlung des Darlehens nach nur vier Wochen und die schnelle Reaktion der Sparkassen-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz Corona-bedingter hoher Arbeitsbelastung stets umgehend auf unsere Anfragen geantwortet haben, fand ich beeindruckend. Und so abgedroschen es vielleicht klingen mag: Die schnellen Entscheidungen haben uns geholfen, diese Krise als Chance zu nutzen."

Das könnte Sie auch interessieren:

Sparkasse Newsletter

Unser Newsletter

Erhalten Sie mit unserem Newsletter einmal im Monat
spannende Informationen und hilfreiche Tipps.

Hier abonnieren

Magazin durchsuchen...

Unser monatlicher Newsletter

Hier abonnieren