Zu Hause im Grünen: 5 Tipps fürs Gärtnern

Die Coronakrise zwingt viele von uns, den Alltag größtenteils im eigenen Heim zu verbringen. Für die Kölner und Bonner, die einen Garten oder einen Balkon haben, bietet sich das gute Wetter und die viele Sonne an, um Gemüsebeete anzulegen oder Blumen und Bäume zu pflanzen. Was Sie dafür brauchen und was Sie beim Gärtnern beachten sollten, lesen Sie in unseren Tipps.

April 2020

Stocksy/Laura Stolfi

1. Gemüse der Saison

Salat, Erdbeeren, Zucchini, Tomaten und Karotten: Im Garten oder im Hochbeet auf dem Balkon wächst und gedeiht so einiges – wenn man das Gemüse zur richtigen Jahreszeit aussät. Einige Pflanzen wie Mangold, Spinat und Feldsalat lassen sich fast das ganze Jahr über anzüchten – auch jetzt im April. Einige andere Gemüsesorten sind da wählerischer und wollen ausschließlich im Frühjahr gepflanzt werden. So sollten Kohlsorten wie Weiß- und Rotkohl, aber auch Schnitt- und Ackerbohnen, die im Herbst geerntet werden können, genau jetzt in die Erde gebracht werden. Pflanzen Sie Lauch, Frühlingszwiebeln, Steckrübe, Kartoffeln und Knollensellerie im April, dann können Sie sie bereits im Spätsommer ernten. 

Tipp: Einige Gemüsesorten wie Tomaten müssen erst als kleine Setzlinge drinnen herangezogen werden und können noch nicht sofort nach draußen. Hinweise dazu finden Sie meist auf der Verpackung der Samen, die Sie im Baumarkt oder in der Gärtnerei kaufen können. Setzlinge, das sind angezüchtete Jungpflanzen, die Sie dann nur noch zu Hause umtopfen müssen, bekommen Sie in Gärtnereien.

2. Das richtige Fleckchen finden

Die Tomate neben die Kartoffel – das gäbe ein schönes Bild! Aber noch lange keine schöne Ernte. Denn viele Pflanzen vertragen sich überhaupt nicht und können sich sogar am gesunden Wachstum hindern. Andere Sorten verstehen sich dagegen so gut, dass Sie diese problemlos nebeneinander platzieren können.

Kartoffeln verstehen sich nicht mit Tomaten, Thymian und vielen anderen Gewürzen sowie Kamille, freuen sich dafür aber über Sonnenblumen als Nachbarn. Tomaten wiederum freuen sich über die Gesellschaft von Gewürzen wie Petersilie, Basilikum, Knoblauch oder Ringelblumen. Kohlrabi sollte dort aber lieber nicht hin. Der verträgt sich besser mit Erbsen, Bohnen oder Rüben. Hinweise dazu finden Sie ebenfalls auf der Einpflanzanleitung. Vor allem derjenige, der beim Gärtnern auf dem Balkon wenig Platz hat, sollte sich vorher genau überlegen, wo er welche Pflanze einsetzt.

3. Nützliche Helferlein

Das richtige Werkzeug sollte bei jedem Hobbygärtner vorhanden sein. Wer auf dem Balkon gärtnert, kann sich ruhig etwas spartanischer ausrüsten, denn für das erfolgreiche Ernten von Gemüse und Blumen braucht es nicht unbedingt viel. Dafür gibt es aber zahlreiche nützliche Helferlein, die die Arbeit erleichtern.

Unbedingt brauchen Sie: kleine Pflanzschaufeln für die Erde, eine Gießkanne und eine kleine Unkrauthacke. Gegebenenfalls müssen Sie sich auch einen universellen Pflanzendünger besorgen, der Ihren Pflanzen Kraft gibt und sie vor Schädlingen schützt. Dabei sollte gelten: Finger weg von chemischen Mitteln! Die tun weder den Pflanzen noch der Umwelt gut.

Hobbygärtner mit mehr Gartenfläche sollten sich einen Spaten für größere Pflanzaktionen anschaffen und ein Kissen für die Bodenarbeiten – das schont die Knie. Die Kür wäre ein Bewässerungsschlauch, der so verlegt ist, dass er den Garten auf Knopfdruck gießt. Außerdem sollte immer genug frische Erde da sein – auch hier sollten Sie darauf achten, den richtigen Boden auszuwählen, denn für Blumen und Gemüse gibt es unterschiedliche Sorten von Erde.

4. Die Wahl des Topfes

Egal, ob Blume oder Gemüse, wenn Sie auf dem Balkon gärtnern, spielt die Wahl des Topfes eine wichtige Rolle. Zunächst einmal sollten Sie darauf achten, dass das Gefäß für die Größe der Pflanze angemessen ist, damit die Wurzeln genug Platz haben. Wie tief Pflanzen in den Boden wachsen, finden Sie in den Pflanzempfehlungen (bei Gemüsesamen die Rückseite der Verpackung, Blumen und Setzlinge bekommen meist ein kleines Schild mit in den Topf gesteckt). Bei Tomaten wachsen die Sträucher sehr dicht, hier müssen Sie gegebenenfalls einige ihrer lieb gewonnenen Setzlinge opfern, damit die Pflanzen genug Platz haben, um zu wachsen. Töpfe gibt es aus Plastik, Ton oder Keramik. Letztere sind zwar besser für die Umwelt, können aber bei einem Balkon in einem höheren Stockwerk schon einmal einiges an Arbeit in Sachen Transport bedeuten. Da sie mehr Wasser ausdünsten, muss hier auch häufiger gegossen werden, vor allem, wenn sie an einem sonnigen Platz stehen. 

5. Wasser marsch!

Gießen? Ja! Aber richtig. Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen. Doch die Wasserzufuhr sollte nicht nur in der Menge reguliert werden – auch der richtige Zeitpunkt ist wichtig. Gießen sollten Sie Ihre Pflanzen auf dem Balkon morgens und abends. Vor allem in Hochsommermonaten verdunstet das Wasser in der Mittagshitze. Außerdem funktionieren Wassertropfen auf dem Grün der Pflanzen wie Lupen in der Sonne. Die Blätter können so verbrennen. Im Garten kann es für das Gemüse im Frühjahr auch reichen, nur abends zu gießen. Wer einen großen Balkon oder einen Garten hat, der sollte Regenwasser in einer Tonne sammeln und das zum Gießen nutzen. Dafür – wenn möglich – ein schattiges Plätzchen suchen, Pflanzen mögen kühles Wasser gern. Wer einen Schlauch oder eine Gießkanne benutzt, der sollte auch darauf achten, nicht zu viel Wasser auf einmal in die Erde zu geben, sondern langsam zu gießen, damit das Wasser versickern kann – denn denken Sie daran: Auch wenn Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung im Regen stehen, bekommen sie über einen längeren Zeitraum Wasser ab und keinen Sturzbach innerhalb weniger Sekunden.

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