11 Fakten zum rheinischen Karneval

Warum ist die 11 eine so wichtige Zahl im Karneval? Wie viele Tonnen Kamelle fliegen beim Rosenmontagszug durch die Luft? Und wie viel Geld hauen die Feiernden an den närrischen Tagen auf den Kopf? Antworten gibt es hier. 

Die Strecke beim Rosenmontagszug, die die Teilnehmer bewältigen müssen, beträgt in Bonn 3,8 Kilometer. In Köln sind es sogar etwa 7,5 Kilometer. In Köln nehmen rund 12.000 Jecken am Umzug teil, in Bonn laufen mehr als 5.000 Teilnehmer mit. 
 

Ganz schön kreativ bauen die Karnevalsgesellschaften ihre Zugwagen. 2017 wurde der Materialaufwand in Köln erfasst: 4.000 Meter Dachlatten, 15.750 Meter Bindedraht, 2.000 Quadratmeter Maschendraht, 320 Quadratmeter Spanplatten, 1.800 Kilogramm Nägel, Schrauben und andere Kleinteile, 1.000 Kilogramm Farbe, 350 Kilogramm Papier. Die Mengen von Kleber, Schaumstoff und Styropor wurden nicht quantifiziert.

Die Jecken mögen es warm. Der Blick auf Besucherstatistiken der vergangenen Jahre offenbart eine Gesetzmäßigkeit: Mit jedem Grad mehr Außentemperatur wächst die Besucherzahl beim Rosenmontagszug in Köln um etwa 23.000. 

Beim Rosenmontagszug regnet es regelrecht Süßes. 700.000 Tafeln Schokolade und 220.000 Pralinenschachteln werden in Köln unters Volk gebracht. Insgesamt werfen die Teilnehmer des Zuges in Köln 300 Tonnen Süßigkeiten in die Menge. Die Düsseldorfer sind mit 45 Tonnen deutlich sparsamer.

Die Bonner sind Spitzenreiter beim Geldausgeben während der jecken Tage. Rund 310 Euro investieren sie pro Session in Kölsch, Kostüme und Krapfen. Die Kölner liegen mit etwa 307 Euro auf Platz 2. Sparsamer – mit nur 196 Euro sind die Düsseldorfer. 

288,9 Millionen Euro werden bundesweit laut Statista in einer Session für Kostüme ausgegeben. 

Premiere: Beim Kölner Rosenmontagszug 2020 ist erstmals eine "Veedelsgruppe" dabei. Getreu dem Motto der Session "Et Hätz schleiht em Veedel" fährt auf dem Wagen jeweils eine Person aus den 86 Kölner Veedel mit, die von Mitbürgern als besonders engagierter Veedelsvertreter oder -vertreterin vorschlagen wurde. Das sind sozial aktive Menschen, die im Karneval, im Sport, in Vereinen oder in sozialen Einrichtungen mitwirken.

An Weiberfastnacht werden nach Schätzungen der deutschen Krawattenhersteller bundesweit 200.000 Schlipse abgeschnitten. Der Grund: An Weiberfastnacht haben Frauen das Sagen, und Krawatte gilt traditionell als Symbol der männlichen Macht.

Wenn eine Karnevalsgesellschaft beim Rosenmontagszug in Köln teilnehmen will, muss sie rund 50.000 Euro berappen. Nicht nur Wagen und Wurfmaterial kosten viel Geld. Pro Uniform sind schnell 2.000 Euro fällig. Das maßgeschneiderte Prinzenornat kostet übrigens 15.000 Euro. 

Laut Statista setzt die Gastronomie beim Karneval in Köln 165 Millionen Euro um. Für Bonn schätzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, dass die Wirte im Karneval ihren regulären Umsatz verdoppeln. 15 Millionen Euro setzen Bonner Gastronomen laut General-Anzeiger in knapp zwei Wochen um. 
 

Es gibt unterschiedliche Theorien rund um die Zahl 11 im Karneval. Knechte und Mägde feierten traditionell am 11.11. ein ausgelassenes Fest. An diesem Tag wurde Lohn ausgezahlt, und die Feldarbeit musste bis zum Frühjahr warten. Im Mittelalter galt die Elf als die Zahl des Teufels und der Sünde. Eine andere Erklärung: Als eine Eins neben einer anderen steht die 11 für die Gleichheit aller Menschen im Karneval. 

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