Wie Kreditkarten das Leben erleichtern

Ob im Internet, auf Reisen oder doch einfach als flexibler Alltagshelfer - Kreditkarten bieten inzwischen mehr Vorteile, als viele denken. Bei der Fülle an Angeboten fällt die Auswahl schwer. Die Faustregel: Je mehr Inklusivleistungen die Karte aufweist, desto höher in der Regel der Preis. Besonders die Zusatzleistungen können ihr Geld wert sein. meinKölnBonn wirft für Sie einen Blick ins Dickicht der Welt von Mastercard®, Visa & Co.

Mai 2020

Foto: Stocksy/Beatrix Boros

Beim Online-Shopping sind Kreditkarten schon lange nicht mehr wegzudenken. Gerade in der aktuellen Situation, in der unser Alltag wegen der Corona-Pandemie ein anderer geworden ist, gilt das noch umso mehr. Der Online-Handel nimmt Fahrt auf, immer mehr Menschen erledigen Teile ihrer Einkäufe im Internet. Eine Situation, in der Kreditkarten punkten, garantieren sie doch die verbindliche und sichere Bezahlung im Netz. Im stationären Handel zahlt es sich bei Discountern, Supermärkten und vielen mehr mit Mastercard® & Co. zudem schneller und vor allem hygienischer. Dass Kreditkarten insbesondere bei Freizeit- und Reisebuchungen ihre Stärken unter Beweis stellen, ist vielen bereits bekannt. Ein Aspekt, bei dem wir uns wohl alle wünschen, dass er bald wieder stärker in den Mittelpunkt rücken wird. 

Auch wer gerne ins Ausland reist, weiß, dass die Debit- und Kreditkarten von Mastercard® oder Visa dort in Geschäften, Hotels oder Restaurants gerne akzeptiert werden.   

Inzwischen bieten fast alle Händler Kontaktloszahlungen an. Das ist nicht nur praktisch sondern gerade in Zeiten verstärkter Hygienemaßnahmen eine gute Möglichkeit seine Mitmenschen und auch sich selbst zu schützen. An der Kasse einfach die Karte nah ans Terminal halten und den Einkaufsbetrag abbuchen lassen. Nach und nach ermöglichen es nun immer mehr Händler, dass Zahlungen nicht nur wie bisher üblich bis 25 Euro sondern sogar bis 50 Euro ohne PIN-Eingabe abgewickelt werden können. 
Sorgen über einen Missbrauch der eigenen Karte braucht sich übrigens niemand zu machen, solange er sie selbst verantwortungsbewusst und entsprechend der vereinbarten Kartenbedingungen verwendet - dann nämlich haftet der Inhabende nicht für eventuelle Schäden.

Bezahlen mit Kreditkarte ist sehr sicher

Wenn Sie mit der Kreditkarte im Laden oder Restaurant bezahlen, ist das ein sicherer Vorgang. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich zudem der Einkauf im Internet. Hier sorgen Mechanismen und Regeln im Hintergrund für sichere Zahlungen. So wird eine Zahlungsanfrage z. B. abgelehnt, wenn zeitnah zueinander in Bonn ein Paar Schuhe  und in New York ein Taxi bezahlt werden soll. Oder stellen Sie sich vor, Sie kaufen online beispielsweise Flugtickets oder eine Packung Ihres Lieblingskaffees und bezahlen mit Ihrer Kreditkarte. Die Fluggesellschaft bzw. der Kaffeehändler kommen ihrer Leistung trotz Aufforderung nicht nach und verschicken weder die Tickets noch Ihre Kaffeebohnen. Dank Einsatz der Kreditkarte kann die Zahlung in vielen Fällen bei Bank oder Sparkasse reklamiert und das Geld zurückgebucht werden, wenn der Händler dies nicht nach Aufforderung erledigt. Das kann das Nervenkostüm ordentlich schonen. 

Außerdem wichtig: Viele Shops tragen das "Trusted Shops-Siegel". Dabei handelt es sich um ein Gütesiegel, das vertrauenswürdige Online-Shops kennzeichnet und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Kundendaten attestiert. Der Käufer sollte seine Online-Geschäfte nur in einer verschlüsselten Verbindung zum Händler abwickeln. 

Zudem ist es unverzichtbar, die Karte für Online-Sicherheitsverfahren wie den Mastercard® ID Check™ zu registrieren. Ihre Einkäufe geben die Karteninhaber dann per Fingerabdruck, SMS oder durch einen per App übermittelten Code frei. Die dafür erforderliche App stellt die kartenausgebende Bank kostenlos zur Verfügung. Gut zu wissen ist, dass der Karteninhaber bei missbräuchlichen Umsätzen nicht haftet!

„Hat der Kunde nicht grob fahrlässig gehandelt, übernimmt das Finanzinstitut den Schaden.“

Marion Strohmenger, Kreditkartenexpertin bei der Sparkasse KölnBonn

Das wird Karteninhabern durch die Kundenbedingungen der Bank garantiert. Auf Wunsch kann man auch einen sogenannten Kreditkartenwecker einstellen: Sobald mit ihrer Karte bezahlt wurde, bekommen die Karteninhaber eine Benachrichtigung auf ihr Smartphone. „Falls es doch einmal zu einem unklaren Umsatz kommen sollte, kann so schneller reagiert werden“, so Strohmenger.


Tipp: Ihr Kreditinstitut ist erster Ansprechpartner, wenn Sie sich einen Umsatz nicht erklären können.  

Sofortige Hilfe bei Kreditkartendiebstahl

Wer seine Kreditkarte verliert oder wem sie gestohlen wird, der sollte sie sofort sperren lassen. Der Sperrnotruf ist +49 - 116116. „In dieser Situation ist die Karte viel sicherer als Bargeld“, sagt Strohmenger. Denn Geld ist in diesem Fall unwiederbringlich weg. Kunden können selbst im Ausland sehr schnell eine Ersatzkarte bekommen. Bei manchen Kartenmodellen ist es sogar möglich, dass sie Geld für den Notfall geliehen bekommen, um nicht ganz ohne welches dazustehen. 

Welche Kreditkarte soll’s denn sein?

Wer bisher noch keine Kreditkarte hat, kann unter vielen Angeboten wählen. Besonders bequem ist es, eine Karte der Hausbank zu nehmen. Oft werden mehrere Modelle angeboten, die sich sowohl beim Preis als auch bei den Zusatzleistungen unterscheiden: So gibt es Karten, bei denen man eine Rückvergütung bekommt, wenn man beispielsweise Reisen, Reiseleistungen oder Karten für Konzerte oder Sportveranstaltungen über den angeschlossenen Kooperationspartner damit kauft. Auch bieten einige Karten einen umfassenden Versicherungsschutz auf Reisen oder Einkaufsvorteile im Handel.

Als Kunde hat man darum oft die Qual der Wahl. Sie sollten vergleichen, wo Sie das Meiste für Ihr Geld bekommen – und natürlich auch, ob die Zusatzleistungen zu Ihrem Leben passen. Übrigens bieten auch große Unternehmen aus Bereichen wie Transport oder Handel in Zusammenarbeit mit Finanzdienstleistern eigene Kreditkarten an. Allerdings können Sie  auch mit der Karte Ihrer Hausbank bei solchen Anbietern bezahlen. Die Bonusprogramme sind nämlich meist auf spezielle Leistungen dieser Anbieter ausgerichtet. Zu prüfen ist also, ob Ihnen die Bonuspunkte, die Sie pro Kauf erwerben, tatsächlich etwas bringen. Anderes Beispiel: Wer gerne reist, sollte sich mit Karten näher auseinandersetzen, die unabhängig von der Bezahlung der Reise mit der Kreditkarte ein Reiseversicherungspaket – mindestens bestehend aus einer Reise-Rücktrittskosten- und  Auslandsreisekrankenversicherung - beinhalten.

Gut zu wissen: Je günstiger die Kreditkarte ist, desto höher sind häufig die Gebühren, wenn man damit Geld im Ausland abhebt. Wer das oft macht, sollte darum prüfen, ob eine höhere Jahresgebühr für die Karte nicht die günstigere Alternative ist – wenn damit niedrigere oder gar keine Kosten beim Geldabheben verbunden sind. 
 

Kreditkarten gibt es als Prepaid, Debit oder Charge Card

Nicht nur zwischen den Modellen, auch zwischen den Kreditkarten an sich gibt es übrigens große Unterschiede: In Deutschland ist besonders die so genannte Charge Card verbreitet: Hierbei bucht das Institut, das die Kreditkarte ausgegeben hat, zu einem festen Termin die gesamten Ausstände ab. Sie haben also einen Zahlungsaufschub, ohne dafür Sollzinsen bezahlen zu müssen. Daneben gibt es Debit Cards: „Damit wird das Geld ohne Zahlungsaufschub direkt vom Konto abgebucht – also im Prinzip so, als ob Sie mit der Girokarte bezahlen würden“, erklärt Marion Strohmenger. Die "Prepaid"- Variante  ist eine weitere Alternative: Damit kann der Kunde nur das ausgeben, was er vorher auf das Kartenkonto eingezahlt hat. Diese Karte eignet sich beispielsweise für Studierende ohne festes Einkommen oder für den Auslandsaufenthalt von Schülern. Praktisch: Zuschüsse der Eltern oder Geldgeschenke können gleich auf die Karte überwiesen werden.

Die echte Credit Card, bei der auch Teilzahlungen möglich sind, ist in Deutschland nicht so verbreitet wie zum Beispiel in den USA. Wer mit einer Credit Card zunächst nur einen Teil der Ausgaben vom Girokonto abbuchen lassen möchte, muss für den offenen Betrag oft hohe Zinsen zahlen. 

Ausreichende Bonität als Voraussetzung für eine Kreditkarte  

Um eine Kreditkarte zu bekommen, muss man nicht besonders reich sein. Vorbezahlte "Prepaid"-Karten gibt es in der Regel ohne vorherige Schufa-Auskunft. „Bei der Charge Card müssen regelmäßige Eingänge auf dem Girokonto vorhanden sein. Den Monatsrahmen der Karte legt der Kunde gemeinsam mit dem Berater nach seinem individuellen Bedarf fest", sagt Kreditkartenexpertin Strohmenger. So können die mit der Karte bezahlten Ausgaben am Ende des Monats vom Girokonto aus beglichen werden. 

Warum Sie eine Kreditkarte mit Bedacht auswählen sollten

Speziell an Flughäfen bekommt man an Werbeständen häufig einen Kreditkartenvertrag angeboten. Bei solchen Angeboten sollte man jedoch auf der Hut sein - schließlich hat man auf dem Weg in den Urlaub selten die Zeit und Muße, sich ausführlich mit Vertragskonditionen auseinanderzusetzen. Das kann Konsequenzen haben: Möglicherweise kostet die Kreditkarte dann im ersten Jahr keine Gebühren – dafür werden sie im zweiten Jahr umso höher. Nicht alle Kartenorganisationen bieten ein weltweit dichtes Netz von Akzeptanzstellen. Die Folge: Der Inhaber kann seine Karte ggf. nur sehr eingeschränkt nutzen. Außerdem kann, wer sich spontan entscheidet, nicht vergleichen, was andere Finanzinstitute anbieten. Sinnvoller ist es, sich mit den Konditionen und Mehrwertleistungen gezielt auseinanderzusetzen und einen Vertrag für genau die Karte abzuschließen, die zu einem passt.

Welche Vorteile Ihnen die Mastercard® Gold auf Reisen bietet, erfahren Sie im Video

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