Suche nach den digitalen Sammlern 

Die neue App Cashew rundet bereits bezahlte Kontoumsätze auf – und schafft so spielend das Startguthaben für eine clevere Anlage. Gefragt sind jetzt besonders neugierige Nutzer. Denn noch steckt das Programm mitten in der Entwicklung. Sparkassen-Kundinnen und -Kunden, die Online-Banking nutzen, können vorne mit dabei sein.

Juli 2020

Stocksy/JIACHUAN LIU

Die Regel ist altbekannt: Kleingeld läppert sich. Die App dagegen ist neu: Cashew hilft dabei, aus kleinen Beträgen etwas richtig Großes aufzubauen. Das Programm für das Smartphone durchforstet alle Konten, auf die durch den Nutzer der Zugriff erlaubt wurde – und rundet jede Ausgabe automatisch auf den nächsten vollen Euro auf. Diese Cent-Beträge wandern dann nicht in ein virtuelles Sparschwein, sondern auf Wunsch in eine zum Kunden passende Wertpapieranlage. 

Cashew ist dafür eng mit dem Robo-Advisor bevestor verknüpft. Der investiert ganz nach den Wünschen von Anlegerinnen und Anlegern überwiegend in börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs. Eine sinnvolle Ergänzung für viele Portfolios. Doch noch immer trauen sich zu wenige Bundesbürger an die Welt der Wertpapiere heran. Viele fürchten, dass sich so eine Art der Geldanlage bei kleinen Beträgen, etwa zu Beginn des Berufslebens, gar nicht lohnt. Und die Beschäftigung mit Aktien & Co generell eine harte Nuss ist. 

Cashew will im Zusammenspiel mit dem bevestor das Gegenteil beweisen: Die Entwickler aus der Sparkassen-Welt legen viel Wert darauf, dass schon nach wenigen Klicks mit dem Aufrunden losgelegt werden kann. Seit einigen Wochen steht das Programm auf den App-Marktplätzen von Apple und Android zum kostenlosen Download bereit. Sammeln und Anlegen funktioniert bereits einwandfrei. So richtig fertig ist die Software-Anwendung jedoch noch nicht.

Agil zur fertigen App

Denn die Cashew-Entwickler setzen auf eine moderne Form der Entwicklung. Und für die sind neugierige User, die Lust haben auf digitale Experimente, unersetzlich. Früher wurde in großen Organisationen lange an Produkten – egal ob es Software oder Autos waren – getüftelt. Projektteams entwarfen erst ein Konzept, feilten dann an Design und Technik, bauten schließlich die komplette Produktion auf und beseitigten auch noch die kleinsten Fehler. Dann erst, nach vielen Monaten, wurde das Produkt auf die Kundinnen und Kunden losgelassen. Mit Glück wurde es ein Erfolg – mit Pech hatte die Firma viel Geld und Zeit versenkt.

Diese Art der Entwicklung passt nicht mehr in die digitale Welt. Zu schnell verändern sich die Technik und die Kundenbedürfnisse, zu häufig ergeben sich neue Möglichkeiten für Kunden und Unternehmen. Auch das Team hinter Cashew setzt daher auf die sogenannte agile Entwicklung. Dabei geht es darum, so früh wie möglich eine Basis-Version fertig zu stellen. Um sich dann Schritt für Schritt weiter vorzuarbeiten, wird die Rückmeldung der User wichtig. Der Vorteil des digitalen Produkts: Kleine und große Verbesserungen lassen sich jederzeit einbauen – und wandern dann mit dem nächsten App-Update automatisch auf die Smartphones.

Früh dabei sein lohnt sich 

Feedback ist jetzt auch bei Cashew gefragt. Die App wartet auf neugierige Sparkassen-Kundinnen und Kunden – die Entwickler freuen sich über kritische Anmerkungen. In den Kommentaren im App-Store lässt sich das bereits beobachten: Manchmal hakt es bei der Anmeldung, hier und da funktioniert die Anbindung von Bankkunden noch nicht so reibungslos wie gewünscht. Auch Vorschläge für weitere Funktionen sind herzlich willkommen: Sollte man vielleicht direkt ein paar Euro statt ein paar Cent aufrunden können, um schneller zu sparen? Oder helfen ein paar kurze Erklärtexte, um mehr über die Vorteile von Robo-Advisorn zu lernen? Gehört ein Button im Bedienfeld der App an eine andere Stelle? 

Das Team liest stetig mit – und wandelt die Anmerkungen in neuen Zeilen-Code um. Trotz manch digitaler Kinderkrankheiten sind die ersten Abonnentinnen und Abonnenten grundsätzlich zufrieden. Auf dem Apple-Marktplatz hat die Anwendung einen Schnitt von mehr als vier von fünf Sternen.  

Wer jetzt mitmacht, kann also in den kommenden Wochen entscheidend dabei mithelfen, die neue Anwendung in die richtige Richtung zu manövrieren. Und profitiert gleichzeitig davon, früh losgelegt zu haben. Aus ein paar aufgerundeten Euro an jedem Arbeitstag wird schnell und unkompliziert ein stetig wachsendes Investment für die Zukunft – das gerade digital-affinen Nutzern nicht nur bei der beiläufigen Anwendung Spaß bereiten dürfte. Sondern auch beim Blick auf die wachsende Anlagesumme.

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