Risikoreich wie der Gepard oder vorsichtig wie ein Panda?

Fünf Beispiele aus dem Kölner Zoo zeigen, was sich Anleger von Tieren abschauen können – wenn sie ihre Anlagementalität kennen.

Risikoreich wie der Gepard
Der Gepard durchstreift auf seiner Jagd große Reviere. Hat er seine Beute ins Visier genommen, setzt er auf seine Schnelligkeit, nicht auf Ausdauer. Er geht weniger nach einer durchdachten Strategie vor, sondern handelt intuitiv aus der Situation heraus. Ähnlich agiert auch der risikoreiche Anleger: Für seine Suche nach Möglichkeiten der Geldanlage ist er an unterschiedlichen Märkten aktiv. Auch er geht intuitiv vor und sucht den schnellen Gewinn – zum Beispiel mit Aktien oder Optionsscheinen. Dabei macht er viele Geschäfte und geht hohe Risiken ein. Seine Positionen hält er nur kurz und handelt viel. Damit verursacht er vergleichsweise hohe Kosten. Daher braucht es seine Zeit, bis er mit seinen Investments anfängt, im Plus zu landen. Geht seine Anlageidee nicht schnell auf, schließt er daher das Geschäft mit Verlust ab.

Überlegt wie die Python
Bei der Jagd geht die Python gezielt vor und konzentriert sich auf Tiere, von denen sie anhand der Bewegungsmuster abschätzen kann, dass sie als Beute in Frage kommen. Dabei setzt sie auf ihre Erfahrung und ihr Know-how. Sie geht Risiken nur dann ein, wenn sie der Ansicht ist, dass es sich für die Beute – also den Ertrag – lohnt. Der bedachte Anleger konzentriert sich zwar nicht auf das anvisierte Beutetier, wohl aber auf Märkte, Anlageformen und Investments, von denen er etwas versteht, beziehungsweise womit er Erfahrung hat – Anleihen zum Beispiel oder Investmentfonds. Auf Risiken lässt er sich nur dann ein, wenn die Aussicht auf einen guten Ertrag besteht. Der Überlegte weiß, dass nicht jedes Investment von Erfolg gekrönt ist. Daher besteht sein Portfolio im Kern zum großen Teil aus wertstabilen und sicheren Anlagen. Nur wenn er sehr überzeugt ist, dass sich ein Risiko lohnt, legt er einen Teil flexibel auch in eher gewagten Investments an.

Der chancenorientierte Mantelpavian
Da in der offenen Landschaft viele Feinde wie etwa Großkatzen, Greifvögel und Schlangen lauern, gehen Paviane im Team, in sogenannten "Banden" auf Nahrungssuche. Das senkt für den Einzelnen das Risiko angegriffen zu werden. Ihre Neugier treibt sie an, auch verborgene Futterquellen und Wasservorräte ausfindig zu machen und zu nutzen. Diese Neugierde ist auch ein Merkmal des chancenorientierten Anlegers: Bei seinen Streifzügen durch die Finanzmärkte treibt ihn neben dieser Neugierde auch die Lust, neue, aussichtsreiche Investments zu entdecken. Im Einzelfall nimmt er dafür  kalkulierte Risiken in Kauf. Auch sucht er die Unterstützung durch ein Team, das mit ihm zusammen eine Strategie entwickelt. Seine Investments tätigt dieser Anlegertyp meist auf mittlere bis langfristige Sicht. Wenn überhaupt ist er nur mit einem kleinen Teil seines Vermögens auf den schnellen Gewinn aus.

Vorsichtig wie ein Panda
Die Pandas sind vor allem für ihre Vorliebe für Bambus bekannt. Das Futter der putzigen Bären ist allerdings nährstoffarm, so dass sie viel davon brauchen, um ihren Energiebedarf zu decken und sich hauptsächlich ausruhen, um bloß nicht unnötig Kalorien zu verschwenden. Der träge Anlegertyp hat viel mit dem Panda gemeinsam. Er legt sein Geld durchweg sehr sicher und langfristig an und konzentriert sich daher auf wenige Anlageformen und Märkte, wie zum Beispiel sichere Staatsanleihen oder und Fest- und Tagesgeldkonten. Da er aus Vorsicht sein Geld einseitig und häufig wenig rentabel anlegt, verzichtet er auf Ertragschancen. Eine wirkliche Strategie fehlt diesem Anlegertypus – außer der, dass er sein eingesetztes Geld auf jeden Fall zurückhaben will. Anlageexperimente oder Investments mit unsicheren Aussichten sind dem Vorsichtigen daher ein Gräuel.

Der konservative Elefant
Der Elefant ist ein Pflanzenfresser, der täglich rund 200 Kilogramm essen muss. Um diese gewaltige Ration an Nahrung zu sichern, geht er die Suche mit Strategie, Disziplin, Kraft und Energie an und probiert, obwohl er Neuem nicht aufgeschlossen ist, eben auch einmal etwas Unbekanntes aus. Auch der konservative Anlegertyp ist neuen Anlageformen wenig aufgeschlossen. Selten wagt er mehr als sichere Staatsanleihen oder Kontenanlagen. Nur aus der Not heraus, da sichere Zinsanlagen aufgrund der Marktlage kaum Rendite bringen, probiert er auch für ihn unbekannte Anlagen aus, wie zum Beispiel Aktien. Der Konservative legt mit Disziplin und Strategie an. Laufende Erträge werden meist sofort wieder reinvestiert, so dass er vom Zinseszinseffekt profitiert und es so nach zwanzig oder dreißig Jahren oft  zu einem vergleichsweise hohen Vermögen gebracht hat beziehungsweise bringt.

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